In den meisten Fällen sind Leberflecken ungefährlich, aber: Die dunklen Male können auch Vorboten eines gefährlichen Hautkrebses sein!
Die braunen Leberflecken oder Muttermale gehören ebenso wie Sommersprossen und die so genannten Altersflecken zu den pigmentierten Fehlbildungen der Haut. Sie finden sich an den unterschiedlichsten Körperstellen und können im Laufe der Jahre vermehrt auftreten. Obwohl sie in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge sind, ist bei Veränderungen ihrer Farbe, der Größe oder Form ein Besuch beim Hautarzt angesagt.
Bei der Hautuntersuchung mit gründlicher Inspektion von Leberflecken gilt die sogenannte ABCDE-Regel: Zeigt ein Leberfleck eine ungleichmäßige Form (A = Asymmetrie), eine unklare Grenze zur umgebenden Hautpartie, d. h., hat er ausgefranste Ränder (B = Begrenzung), eine ungleichmäßige Pigmentierung, d. h. unterschiedliche Farbschattierungen (C = „colour“) oder ist er im Durchmesser mehr als fünf Millimeter groß (D = Durchmesser) und eventuell vorgewölbt und ertastbar (E = Erhabenheit)? In all diesen Fällen sowie auch dann, wenn ein Leberfleck juckt oder blutet, ist schnellstens eine Untersuchung durch einen Dermatologen geboten.
Bei Patienten im Alter ab 35 Jahren übernehmen wir alle zwei Jahre die Kosten für einen „Hautcheck“, der im Wesentlichen die Leberflecken-Kontrolle umfasst. Selbst bezahlen müssen Sie jedoch die Untersuchung mit dem Dermatoskop (einem bestimmten kleinen Mikroskop).
Am häufigsten sind Basaliome und Plattenepithelkarzinome, die zumeist nur lokal wachsen und durch rechtzeitiges Entfernen der betroffenen Hautpartien wirkungsvoll behandelt werden können. Stets folgt eine Untersuchung des herausgeschnittenen Gewebes, um sicherzugehen, dass es sich um einen gutartigen Fleck handelte.
Demgegenüber ist das maligne Melanom einer der aggressivsten Tumoren überhaupt, weil er unbemerkt und unbehandelt schnell Absiedlungen (Metastasen) in anderen Organen und Geweben bildet. Der entsprechende Leberfleck muss operativ entfernt werden. Solange die Erkrankung noch nicht allzu tief in das Hautgewebe vorgedrungen ist, kann der Eingriff ambulant in einer Hautarztpraxis vorgenommen werden. Ob es sich tatsächlich um eine gutartige Veränderung oder Hautkrebs handelt, kann allerdings ebenfalls erst nach der OP mittels einer mikroskopischen Gewebeanalyse einwandfrei festgestellt werden.
Quelle: dgk