Mediziner warnen Herzkranke und Bluthochdruckpatienten vor übermäßigen Anstrengungen in der kalten Jahreszeit. Grund dafür sind die in den Wintermonaten etwa 20- bis 50mal häufigeren Todesfälle durch Infarkte oder Schlaganfälle.
Arterien zusammen und der Blutdruck steigt. Diese Verengungen belasten das Herz, das gegen einen größeren Widerstand anpumpen muss. Allerdings bedeutet das nicht, dass Herzkranke sich im Winter nicht bewegen sollen, ganz im Gegenteil.
Bewegung ist Therapie
Bewegung ist Therapie, und zwar zu jeder Jahreszeit. Nur sollten Spitzenbelastungen vermieden und ein paar Regeln beachtet werden.
Regelmäßige Blutdruckmessungen und ein gut eingestellter Blutdruck (unter 140/90 mm Hg) sind im Winter besonders wichtig, betont Joachim Leiblein von der Deutschen Hochdruckliga in einem Interview mit der Deutschen Herzstiftung.
Sie können helfen
Schneeschippen sollten Koronarkranke ganz bleiben lassen. Denn die Kälte ist für Herzpatienten schon Belastung genug. Mit dem Schneeberg vor Augen nehmen sie die zusätzliche Anstrengung des Schaufelns vielleicht gar nicht richtig wahr. Wer seinen herzkranken Nachbarn oder seinen Opa beim Schippen sieht, sollte ihm also zur Hand gehen.
Quellen: Deutsche Hochdruckliga/Deutsche Herzstiftung; Bild: dgk/fotolia