Bundeszentrale warnt vor Masern

Gesundheit
2. Januar 2012
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Die BZgA rät dringend zur Nachimpfung gegen Masern, nachdem sich vergangenes Jahr die Zahl der Neuinfektionen mehr als verdoppelt hat. Auffällig ist, dass viele Jugendliche und junge Erwachsene betroffen sind.

 

Angesichts dieser Entwicklung rät BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott: "Alle nach 1970 geborenen Personen, die keinen ausreichenden Impfschutz aufweisen, sollten sich umgehend mit einer Impfung schützen, am besten mit einem Masern-Mumps-Röteln Kombinationsimpfstoff." Jede dieser oft verharmlosten Krankheiten könne zu schwerwiegenden gesundheitlichen Komplikationen führen, die auch mit den Mitteln heutiger Medizin bisher nicht behandelt werden können. 

Das Tückische bei Masern ist, dass sie bereits mehrere Tage vor Auftreten der ersten Krankheitszeichen ansteckend sind. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch, zum Beispiel beim Niesen oder Sprechen (Tröpfcheninfektion). In der Regel erkranken alle Personen, die Kontakt zu einem Erkrankten hatten, sofern sie nicht geimpft sind oder bereits an Masern erkrankt waren. Eine ursächliche Therapie gegen Masern gibt es nicht. 

Eine Impfung bietet nicht nur dem Geimpften Schutz vor einer Ansteckung mit den gefährlichen Viren, sondern es werden auch Personen geschützt, die (noch) nicht geimpft werden können. Hierzu zählen in erster Linie Säuglinge, die in der Regel zwischen 11 bis 14 Monaten die erste Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln erhalten. Für sie liegt ein ausreichender Impfschutz dann vor, wenn nachweislich zwei Impfungen durchgeführt wurden. "Eltern sollten deshalb bei Säuglingen und Kleinkindern darauf achten, dass sie rechtzeitig und umfassend geimpft sind, um sie vor Erkrankungen mit möglichen schweren Komplikationen zu schützen", so Prof. Pott.

Quelle: BZgA

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