Beim Kneippen mit Kindern steht neben der gesundheitlichen Wirkung vor allem die Freude im Vordergrund. Kneipp selber sagt: "Wer glaubt, er müsse die Wasserkur recht strenge und ernst anwenden, der irrt."
Neben warmen und wechselwarmen Anwendungen sind Kaltanwendungen besonders wirkungsvoll. Bei kaltem Wasser denken jedoch viele Menschen zunächst an etwas Unangenehmes, an eine Therapie für "harte Kerle". Dabei sollte es eher als Erfrischung und Muntermacher gesehen werden.
Der Kaltreiz auf der Haut fördert die Durchblutung, was mit einem nachfolgenden, angenehmen Erwärmungsgefühl verbunden ist. Ein zweiter wichtiger Aspekt liegt in der positiven Beeinflussung des vegetativen Nervensystems. Durch regelmäßige Kaltanwendungen wird die Stresstoleranz wesentlich gefördert. Denn bei Kaltanwendungen werden bestimmte Stresshormone (z.B. Adrenalin) freigesetzt. Durch die Wiederholung der Anwendungen wird die Ausschüttung dieser Hormone deutlich geringer. Auf diese Weise findet eine allgemeine Abhärtung - auch gegen andere Stressfaktoren - statt. Nicht zuletzt spielt die Stärkung des Immunsystems eine wichtige Rolle. Es ist bekannt, dass sich durch regelmäßiges Kneippen die Erkältungshäufigkeit etwa auf die Hälfte reduzieren lässt.
Damit die Anwendungen, die der Gesundheit dienen sollen, nicht ins Gegenteil umschlagen, müssen unbedingt folgende Grundregeln beachtet werden:
