Vorsicht Rutschgefahr: Bananenschale liegt auf dem Boden

Kinder: Notmaßnahmen bei Vergiftungsunfällen

Etwa 100.000 Kinder erleiden jährlich Vergiftungsunfälle. 10.000 davon müssen im Krankenhaus behandelt werden, bei 500 Fällen ist der Verlauf lebensbedrohlich.

Ob beim Umtopfen der Zimmerpflanzen in der Wohnung, weil während der Erkältungszeit Medikamente in Griffweite herumstehen oder unterwegs bei Freunden und Verwandten: Auf Kinder im Alter von zehn Monaten bis etwa viereinhalb Jahren muss besonders geachtet werden.

Was tun im Notfall?

Bei einem Vergiftungsunfall empfehlen wir Ihnen, sofort ärztlichen Rat einzuholen. Sie erreichen die Beratungsstelle für Vergiftungsunfälle in Bonn rund unter die Uhr unter

Notruf 0228 19240

oder einer der anderen Telefonnummern rechts. Damit Sie von den kompetenten Ärzten dort eine schnelle Auskunft erhalten, sollten Sie zunächst die giftige Substanz, Verpackung oder Flasche sicherstellen. Bereiten Sie sich außerdem auf die folgenden Fragen vor:

  • 1. Wie alt ist der oder die Betroffene?
  • 2. Wann wurde die giftige Substanz eingenommen?
  • 3. Wieviel wiegt das Kind ungefähr?
  • 4. Was wurde eingenommen? Je genauer die Angaben sind, desto schneller kann Ihnen der Arzt helfen.
  • 5. Wieviel wurde eingenommen, also: Welche Menge war noch in der Verpackung und ist ein Rest vorhanden?
  • 6. Wie wurde es eingenommen - geschluckt, über die Haut, Augenkontakt, die Atemwege?
  • 7. Zeigt das Kind Auffälligkeiten wie Husten, Erbrechen, Muskelzuckungen, Rauschnzustand oder Benommenheit?
  • 8. Hat das Kind Schmerzen oder riecht es aus dem Mund?

Bitte halten Sie für einen eventuell notwendigen Rückruf auch die Telefonnummer bereit, unter der Sie aktuell zu erreichen sind. Wenn Sie auf den Rat des Arztes hin eine Klinik aufsuchen müssen, nehmen sie die giftige Substanz, Flasche, Pflanze oder Verpackung bitte mit!

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