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Die Pflegeversicherung

Die Leistungen unserer Pflegekasse sichern Sie ab gegen die erheblichen finanziellen Risiken im Falle der Pflegebedürftigkeit - ganz egal, ob die Pflegeleistungen in einem Altenheim, im Haushalt des Pflegebedürftigen selbst oder dem eines Angehörigen erbracht werden.

Das ist die Leistung der BKK24

Die Pflege des Bedürftigen in seiner häuslichen Umgebung hat grundsätzlich Vorrang vor der Unterbringung im Heim. Deshalb bilden die Leistungen der häuslichen Pflege den Schwerpunkt unserer Leistungen. Um jedoch den individuellen Bedürfnissen der Versicherten gerecht zu werden, unterscheidet unsere Pflegekasse nach verschiedenen Pflegeformen:

  • Verhinderungspflege
    Bis zu sechswöchige Kostenübernahme für die Ersatzpflege, wenn die Pflegeperson wegen eines Erholungsurlaubs, einer Krankheit oder aus anderen Gründen verhindert ist. Ist der Pflegebedürftige vor der erstmaligen Verhinderung sechs Monate in der häuslichen Umgebung gepflegt worden, vergüten wir den Einsatz einer bis zum zweiten Grad verwandten oder verschwägerten Ersatzkraft bis zur Höhe des Pflegegeldes.
  • Tages- und Nachtpflege
    Wenn ein Pflegebedürftiger in seinem Haushalt nicht ausreichend gepflegt werden kann, übernimmt unsere Pflegekasse - bis zum gesetzlichen Höchstbetrag der entsprechenden Pflegestufe (ab 2017 Pflegegrad) - die Kosten für eine teilstationäre Pflege in einer für Tages- oder Nachtpflege zugelassenen Einrichtung. Zusätzlich kann der Pflegebedürftige Pflegesachleistungen oder Pflegegeld beanspruchen
  • Vollstationäre Pflege
    Übernommen werden Aufwendungen für die pflegerische und medizinische Versorgung sowie die soziale Betreuung in vollstationären Einrichtungen, mit denen ein entsprechender Versorgungsvertrag besteht. Sofern Einzelfälle eine außergewöhnlich umfangreiche und intensive Pflege erfordern, werden die monatlichen Zuwendungen erhöht.
  • Kurzzeitpflege
    Wenn ein Pflegebedürftiger vorübergehend oder noch nicht in seiner häuslichen Umgebung gepflegt werden kann, kann unsere Pflegekasse u. U. die Kosten für die vollstationäre Pflege in einer dafür zugelassenen Einrichtung tragen. Dies ist auch möglich in Krisensituationen oder im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung.
  • Kurzzeitpflege für Kinder
    Einen Anspruch auf kurzzeitige Betreuung in einer speziellen Einrichtung haben pflegebedürftige Kinder unter 25 Jahren, die sonst zu Hause betreut werden.

Pflegebedürftige entscheiden grundsätzlich selbst, welche Leistungsart sie in Anspruch nehmen wollen:

  • Pflegesachleistungen "professioneller" Pflegedienste, die direkt bezahlt werden, oder
  • das "Pflegegeld", das den Pflegebedürftigen ausgezahlt wird oder
  • die sogenannte Kombinationsleistung aus Sach- und Geldleistungen.

Änderungen ab dem 01.01.2017

Mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz sind finanzielle Verbesserungen für einen Großteil der Betroffenen zu erwarten. Zu den wichtigsten Neuerungen ab dem 01.01.2017 gehören:

  1. Die Einteilung der Pflegebedürftigkeit erfolgt nicht mehr in Pflegestufen, sondern in fünf verschiedene „Pflegegrade“.
  2. Es gibt keine Unterscheidungen mehr bei der Erfassung von körperlichen, psychischen und geistigen Einschränkungen.
  3. Der pflegebedingte Eigenanteil steigt bei zunehmender Pflegebedürftigkeit nicht mehr an.

Alle aktuell Pflegebedürftigen werden zum 1. Januar 2017 automatisch in die neuen Pflegegrade übergeleitet. Niemand muss dies extra beantragen.
Als Richtwert gilt: Menschen mit rein körperlichen Einschränkungen werden in den nächst höheren Pflegegrad übergeleitet. (Beispiel: Pflegestufe I wird zu Pflegegrad 2). Menschen mit geistigen Einschränkungen kommen automatisch in den übernächsten Pflegegrad. (Beispiel: Pflegestufe 0 wird zu Pflegegrad 2).

Der Umfang der Pflegeleistungen bleibt mindestens erhalten, bei Vielen wird er steigen. Wer jetzt Leistungen aus der Pflegeversicherung bezieht, wird automatisch in das neue System der Pflegegrade überführt.

Zukünftig wird der Grad der Selbstständigkeit in sechs verschiedenen Bereichen begutachtet und – mit unterschiedlicher Gewichtung – in einer Gesamtbewertung zusammengefasst. Daraus ergibt sich dann die Einstufung in einen der fünf Pflegegrade.

Quelle zu den Änderungen ab 01.01.2017: Bundesgesundheitsministerium.

Mit unserem Pflegegrad-Rechner können Sie selbst schon einmal testen, wie Sie oder betroffene Angehörige ab dem 01.01.2017 vermutlich eingestuft werden.

Das sind Ihre Vorteile

  • Im Einzelfall kann unsere Pflegekasse auch Kosten für Pflegehilfsmittel, "technische Hilfen" und Verbesserungen des Wohnumfeldes übernehmen, die zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen.
  • Wenn Sie einen Angehörigen selbst pflegen wollen, bieten wir Ihnen spezielle Pflegekurse zu verschiedenen Krankheitsbildern an.
  • Wenn der Bedürftige mindestens 14 Stunden pro Woche nicht erwerbsmäßig gepflegt wird, zahlt die BKK24 Pflegekasse Ihre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung - und zwar auch während eines Urlaubs (gilt nicht für Arbeitnehmer mit einer Beschäftigungsdauer von mehr als 30 Stunden monatlich).
  • Pflegepersonen sind bei dieser Tätigkeit gesetzlich unfallversichert.
  • Um einen nahen Angehörigen zu pflegen, kann sich ein Arbeitnehmer in Betrieben mit mindestens 15 Mitarbeitern für die Dauer von bis zu sechs Monaten ganz oder teilweise von der Arbeit freistellen lassen.

Das müssen Sie tun

  • Rufen Sie unter Telefon 05724-9710 an und fragen nach dem Antrag an die Pflegekasse.
  • Laden Sie den Erstantrag oder weitere Formular über den Link unten auf dieser Seite herunter.

Ausschlaggebend für die Leistungen der Pflegeversicherung ist ausschließlich das Ausmaß der dauerhaften krankheits- oder behinderungsbedingten Beeinträchtigungen des Betroffenen.

Folgende Voraussetzungen müssen außerdem zutreffen:

  • Die Erkrankung oder Behinderung führt in erheblichem oder höherem Maße zu einer Hilfsbedürftigkeit bei den "gewöhnlichen oder regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens".
  • Die Hilfsbedürftigkeit ist auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, gegeben.
  • Eine Vorversicherungszeit von mindestens zwei Jahren muss erfüllt sein.

Um der unterschiedlichen Schwere der Pflegebedürftigkeit gerecht zu werden, wird sie in drei Pflegestufen (ab 2017 fünf Pflegegrade) eingeteilt. Die Einstufung erfolgt im Rahmen eines Begutachtungsverfahrens in Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung, der den Versicherten in seinem Wohnumfeld beurteilt.

Suchen Sie hier nach einer passenden Einrichtung im BKK PflegeFinder:

Nach Entfernung kann nur bei Eingabe einer vollständigen PLZ gesucht werden.

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Für Sie zusammengefasst: Informationen zu den Änderungen in der Pflegeversicherung ab den 01.01.2017!
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