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Vorsicht Rutschgefahr: Bananenschale liegt auf dem Boden

Treppensturz: Kleinkinder besonders gefährdet

Treppen werden von den meisten Menschen mehrmals am Tag genutzt – im Haus, im Garten oder im öffentlichen Raum. Treppensteigen ist also ein alltäglicher Vorgang, der jedoch mit Sturzgefahren verbunden ist. Dies gilt insbesondere für Kleinkinder und Senioren.

Menschen auf der Treppe
Foto: ap/marco

Höchste Gefahr bis zum fünften Jahr

Stürze sind im Kindesalter ein häufiges Unfallereignis, dabei sind die Treppenstürze im Alter von ein bis fünf Jahren besonders häufig. Jedes zehnte Kind in dieser Altersgruppe erleidet einen Treppensturz mit oft schweren Kopfverletzungen, die zur Krankenhausbehandlung führen. Aber auch offene Wunden und Knochenbrüche von Armen und Beinen sind nicht zu vernachlässigende Verletzungsfolgen.

Sicherungsgitter schützen

Zur Vermeidung von Treppenstürzen im Kindesalter ist es ratsam, für Kinder unter zwei Jahren die Treppenauf- und -abgänge mit einem entsprechenden Gitter zu sichern und damit unerreichbar zu machen. Diese Treppengitter sollten allerdings stabil befestigt sein. Für Kinder, die älter als zwei Jahre alt sind, empfiehlt sich ein Treppentraining, verknüpft mit "Regeln" ähnlich der Verkehrsregel "erst rechts, dann links...". Dabei ist es ganz wichtig, dass Kinder von Anfang an lernen, wo sie sich am Treppengeländer festhalten können.

Mit dem Auto in den Abgrund

Auffällig ist, dass bei Treppenstürzen im Kleinkindalter recht häufig sogenannte Rutschautos (Bobbycar) beteiligt waren, mit denen Kinder von Treppen gestürzt sind, sowohl im Haus als auch im Garten. Zur Vermeidung derartiger Unfälle sind Absperrungen unverzichtbar. Bei der Bewältigung von Treppen mit Kinderwagen oder Kinderschalen ist größte Vorsicht geboten. Weniger unfallträchtig ist es, wenn die Kinder auf dem Arm der Erwachsenen über Treppen transportiert werden und nicht im Kinderwagen, aus dem sie leicht herausrutschen können.

Schwerere Verletzungen bei Senioren

Während jüngere Menschen Treppenstürze meist mit blauen Flecken und Prellungen überstehen, verletzen sich ältere Menschen dabei oft so schwer, dass sich ihr Leben drastisch ändert. Bei den über 80-Jährigen enden Treppenstürze zu annähernd 100 Prozent mit der stationären Behandlung im Krankenhaus. Neben Schädel-Hirnverletzungen wurden auch gravierende Knochenbrüche als Verletzungsfolgen diagnostiziert, so Frakturen der Handgelenke, Brüche des Schenkelhalses oder des Beckens. Die Ursachen für das erhöhte Sturzrisiko bei älteren Menschen sind vielschichtig. Einerseits spielt das eingeschränkte Seh- und Reaktionsvermögen eine wichtige Rolle. Andererseits sind altersbedingte Beeinträchtigungen der Gleichgewichtswahrnehmung und der Muskelkraft mitverantwortlich. Vor dem Hintergrund dieser Faktoren sollten ältere Menschen generell auf rutsch- und kippfestes Schuhwerk achten. Im Seniorenhaushalt sollten Treppen immer gut beleuchtet sein und über stabile Handläufe verfügen, so Dr. Gabriele Ellsäßer vom Netzwerk IDB-Deutschland.

Quelle: dgk

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