Wolke aus Tabakqualm

Wasserpfeife: Kein Zug ohne Risiko

Wenn Jugendliche Chillen oder Party machen, gehört die Shisha mit dazu. Gesund ist dieser Trend allerdings nicht, denn: Mit jedem Zug aus der Wasserpfeife nimmt man erheblich höhere Mengen Kohlenmonoxid auf, als durch den Rauch einer Zigarette.

Bis neben dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auch die Universität in Jeddah (Saudi-Arabien) das Gegenteil festgestellt hatte, gingen die Konsumenten des oft mit Fruchtaromen versetzten Tabaks von einer deutlich geringeren Gesundheitsgefahr aus. Bei der Wasserpfeife wird der Rauch zunächst durch das „Bowl“ gezogen, ein mit Wasser gefülltes Gefäß, das den Qualm abkühlen und filtern soll. Zudem wird der Tabak selbst nicht verbrannt sondern nur erhitzt.

Abbildung einer Wasserpfeife

Gefahr durch Kohlenmonoxid

Das giftige Gas bindet sich an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin und behindert den Sauerstofftransport im Körper. Deshalb hat das Bundesinstitut Schwangere und Personen mit Herz-Kreislauferkrankungen bereits eindringlich vor der Wasserpfeife gewarnt. Selbst der längere Aufenthalt in einem der in größeren Städten trendigen “Shisha-Cafes”, könne bereits eine Gefahr darstellen. Da das über die Raumluft aufgenommene Kohlenmonoxid die Plazenta passieren kann, soll es negativen Einfluss auf die Sauerstoffversorgung des ungeborenen Lebens haben.

Suchtgefahr nicht geringer

Bisher haben sogar viele Eltern dem Bar- und Party-Trend noch einigermaßen gelassen zugesehen. Schließlich galten die von der Shisha ausgehenden Sucht- und Gesundheitsgefahren im Vergleich zum Nikotin als wesentlich geringer – auch wenn die Konsumenten nicht selten unter Kopfschmerzen oder Übelkeit zu leiden haben. Doch diese Annahme scheint blanker Unsinn zu sein. Im Gegenteil lässt sich der wassergekühlte Rauch so viel leichter inhalieren, dass die Pfeife aus Arabien Kinder und Jugendliche schneller an den Tabakkonsum heranführt.

Neben Kohlenmonoxid enthält Wasserpfeifenrauch nach Ergebnissen eines Forschungsprojekts am BfR auch andere Schadstoffe in größeren Mengen als Zigarettenrauch. Nachgewiesen wurden unter anderem die Krebs erregenden Stoffe Benz(a)pyren und Formaldehyd sowie ein deutlich höherer Anteil an Nikotin. Dazu kommen Arsen, Chrom und Nickel, die für Lungen- und Blasenkrebs sowie für Tumore an den Lippen verantwortlich gemacht werden.

Damit scheint klar, dass Wasserpfeifen genau so schnell wie Zigaretten abhängig machen, denn: Schließlich ist es Nikotin, das die Suchtwirkung von Tabak auslöst.

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