Paar frühstückt im Bett

Kohlenhydrate: Der wichtigste Eergielieferant

Vorkommen:Zucker, Früchte, Getreide, Kartoffeln, Teigwaren, Reis
Bedarf:4 - 6 Gramm pro kg Körpergewicht
Energiegehalt:

4 kcal oder 17 kJ pro Gramm Protein

Zusammensetzung:Grundelemente C, H, O
Bedeutung für den Organismus:
  • Energielieferant (Die Energie aus Kohlenhydraten ist rasch verfügbar)
  • Regelung der Darmtätigkeit (Zellulose)
  • Energiereserve in Muskel und Leber (Glykogen)
Nahaufnahme eies Vollkornbrotes

Hintergrundwissen

Kohlenhydrate sind unser wichtigster Energielieferant. Etwa 55-60 Prozent (empfohlene Menge 300 - 500 g oder 4- 6 g pro kg Körpermasse. Mindestmenge 50 g.)des täglichen Energiebedarfs sollte aus Kohlenhydraten stammen, etwa aus Brot, Kartoffeln oder Teigwaren. Wenn diese Lebensmittel nicht nur aus so genanntem Weißmehl (raffiniertes Mehl aus geschälten Weizenkörnern) bestehen, sondern es sich zumindest teilweise um Vollkornprodukte handelt, nimmt man dadurch gleichzeitig auch wertvolle Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe auf. Ballaststoffe sind sehr wichtig für die Darmfunktion und mindern das Risiko von Herzkrankheiten sowie etwa von Darmkrebs. Allerdings treffen wir oft die falsche Auswahl. (Wir konsumieren viel Zucker und nehmen wenig Kartoffeln, Obst und Vollkorngetreideprodukte zu uns). Ein Überschuss an raffinierten Kohlenhydraten wird als Glykogen in der Leber und in den Muskeln gespeichert (höchstens 400 g = Energiespeichervorrat für 12 - 18 Std). Der Rest wird zu Fett umgewandelt und fördert Übergewicht. Unterversorgung kann zur Störungen im Stoffwechsel führen.

Kohlenhydrate sind der wesentliche Bestandteil der Pflanzen und stellen den größten Anteil der auf der Erde vorkommenden organischen Substanzen dar. Obwohl die Kohlenhydrate alle aus dem selben Element bestehen, unterscheiden sie sich doch in ihrem Aufbau, aus dem sich dann auch der jeweils andere Geschmack und das andere Aussehen ergeben.

Zusammensetzung:

Kohlenhydrate bestehen aus:

  • Kohlenstoff
  • Wasserstoff
  • Sauerstoff

Einteilung:

Einfachzucker/Monosaccharide: Einfachzucker bilden die Grundbausteine aller Kohlenhydrate.

  • Traubenzucker/Glukose: in Obst und Honig
  • Fruchtzucker/Fruktose: in Obst und Honig
  • Schleimzucker/Galaktose: in Milch

Zweifachzucker/Disaccharide: Zweifach oder Doppelzucker entstehen durch die Zusammenlagerung von zwei Einfachzuckern.

  • Rohr-, Rübenzucker/Saccharose: in Obst, Zuckerrohr, Zuckerrüben
  • Milchzucker/Laktose: in Milch, Frischkäse
  • Malzzucker/Maltose: in keimendem Getreide, Malz

Vielfachzucker / Polysaccharide: Die Vielfachzucker entstehen durch kettenförmiges Aneinanderreihen vieler Einfachzucker (einige hundert bis Zehntausende).

  • Stärke: in Getreideprodukten, Kartoffeln, Hülsenfrüchte
  • Dextrin: Abbauprodukt der Stärke, in Zwieback, Mehlschwitze, in der Kruste von Brot und Gebäck.
  • Glykogen: einziger tierischer Vielfachzucker; wird in der Leber und in den Muskeln gespeichert.
  • Zellulose: Gerüstsubstanz der Pflanzen; für den Menschen unverdaulich.

Weitere Vielfachzucker: Hemizellulose, Pektin, Inulin, Chitin.

Verdauung der Kohlenhydrate:

  • Mund: Abbau der Stärke durch Enzyme des Mundspeichels zu Dextrin, eventuell sogar zu Malzzucker.
  • Magen: Enzyme des Mundspeichels sind noch kurze Zeit wirksam.
  • Dünndarm: Im Zwölffingerdarm weiterer Abbau zu Zweifach- und teilweise zu Einfachzucker durch Enzyme der Bauchspeicheldrüse. Im restlichen Dünndarm wird die Verdauung vollendet, das heisst, weitere Enzyme spalten verdaubare Kohlenhydrate zu Einfachzucker, die resorbiert werden und in den Blutkreislauf gelangen.

Nahrungsfasern

Obschon die Nahrungsfasern durch die Verdauung nicht abgebaut werden, erhöhen sie durch ihr hohes Quellvermögen und ihre Unlöslichkeit das Volumen des Speisebreis.

Aufgaben und Eigenschaften:

Tagesmenge: 30 - 50 g Nahrungsfasern

  • Die Darmtätigkeit (Peristaltik) wird angeregt.
  • Überschüssige Magensäure wird neutralisiert.
  • Die Aufnahme der Nährstoffe in den Körper wird verlangsamt (Gleichbleibender Blutzuckerspiegel, länger anhaltendes Sättigungsgefühl, weil längere Verweildauer im Magen).
  • Kurze Verweildauer der Nahrung im Darm, dadurch wird die Entstehung von gesundheitsschädigenden Fäulnisprodukten eingeschränkt.
  • Weniger Energie bei grosser Menge.
  • Giftige Stoffe und Stoffwechselprodukte (Gallensäure, Cholesterin) werden an sie gebunden und ausgeschieden.
  • Eine Verstopfung wird vorgebeugt (geschmeidigere Stuhlmasse).

Vorkommen von Nahrungsfasern:

  • Zellulose und Hemizellulose: Gerüstsubstanz der Pflanzen
  • Pektine: in Schalen und Kernen von Obst

Nahrungsmittel mit hohem Gehalt an Nahrungsfasern:

  • Vollkorn- Getreide- Produkte
  • Gemüse
  • Hülsenfrüchte
  • Obst
  • Kartoffeln

Nahrungsmittel mit weniger oder gar keinen Nahrungsfasern:

  • Tierische Nahrungsmittel oder Nahrungsmittel tierischen Ursprungs
  • Fettstoffe
  • Weißmehlprodukte
  • weißer Reis
  • Zucker

Folgen einer nahrungsfaserarmen Ernährung:

  • Verstopfung
  • Krankheiten der Verdauungsorgane
  • Stoffwechselstörungen
  • Kreislaufkrankheiten
Telefonnummer 05724 9710 der BKK24 Hotline
[ zurück ] [ Seite drucken ] [ Impressum ] [ Datenschutzrichtlinien ]