BKK24
|

BKK24 direkt

Bockwurst mit viel Senf

Scharfer Senf senkt das Krebsrisiko

Tauchen Sie Ihre nächste Bratwurst am besten ganz tief ins Senftöpfchen: Ein Forscherteam der Universität Freiburg hat nämlich im Rahmen einer unabhängigen Studie herausgefunden, dass handelsüblicher scharfer Senf die mit der Nahrung aufgenommenen krebsauslösenden Stoffe neutralisiert.

  • "Länger besser leben." - Informationen zum Top-Angebot der BKK24
  • "Der Konsum von scharfem Senf schützt beispielsweise vor den erbgutschädigenden Wirkungen der beim Grillen und Braten von Fleisch entstehenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe", erläutert Prof. Dr. Volker Mersch-Sundermann, Leiter des Institus für Umweltmedizin.

    Die Probanden der Studie nahmen täglich 20 Gramm scharfen Senf zu sich. Dann wurde ihnen Blut abgenommen und das Blut mit krebsauslösenden Stoffen, sogenannten Karzinogenen, versetzt. "Wir haben gesehen, dass weiße Blutkörperchen von Probanden, die vorher scharfen Senf konsumiert hatten, viel besser mit solchen gefährlichen Substanzen umgehen können", so Mersch-Sundermann weiter.

    Auch deuten die Studienergebnisse darauf hin, dass der Schutzeffekt eine gewisse Zeit nach dem Konsum von scharfem Senf anhält und nicht, wie etwa für Vitamin C gezeigt, nur sehr kurzfristig ist. Regelmäßiger Konsum von scharfem Senf könnte daher tatsächlich dazu beitragen, nachhaltig das Krebsrisiko zu verringern.

    Die krebshemmende Wirkung von Senf ist auf die Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe zurückzuführen, die allgemein "Senföle" genannt werden und für die Schärfe in der Würzpaste verantwortlich sind. Diese werden beim Verarbeiten oder auch Kauen von Senf freigesetzt und können so vom Körper aufgenommen werden.

    Insgesamt entfalten nur ganz bestimmte Obst- und Gemüsesorten bzw. deren Inhaltstoffe ein vor Krebs schützendes Potenzial. Solche Effekte werden als "Chemoprävention" bezeichnet. Chemopräventive Wirkung besitzen beispielsweise Kohlsorten aus der Familie der Kreuzblütengewächse wie Brokkoli, Kohlrabi, Weißkohl, aber auch Radieschen und eben Senf.

    Je schärfer, desto wirkungsvoller

    Die Forscher sind sich einig, dass die Krebsentstehung ein sehr komplexer Prozess mit vielen, teilweise bisher unbekannten Einflussfaktoren ist. Angefangen bei der initialen Schädigung des Erbmaterials bis zur Entstehung eines Tumors vergehen in der Regel Jahre bis Jahrzehnte. Auf der Basis der jetzigen Ergebnisse der Untersuchungen von Prof. Mersch-Sundermann könnten mit der nachgewiesenen Hemmung genau dieses ersten Schrittes in der Tumorentstehung die im Senf enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe einen nicht unerheblichen Beitrag in der Krebsprävention leisten.

    Quelle: Universität Freiburg