Schwangere Frau bekommt eine Spritze

Grippeimpfung schützt vor Früh- und Totgeburt

Wenn sich werdende Mütter in der Schwangerschaft gegen Grippe impfen lassen, hat die Impfung anscheinend einen positiven Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft. Grundlage einer empirischen Studie zu diesem Thema war die Datenanalyse von insgesamt 55.570 Schwangeren, von denen sich insgesamt 23.340 impfen ließen.

Das Forscherteam ermittelte dabei, dass die Impfung die Rate der Totgeburten um 34 Prozent und die Rate der Frühgeburten (vor der 32. Woche) um 28 Prozent gesenkt hat. Auch der Anteil der Säuglinge mit geringem Geburtsgewicht (Mangelgeburten) war vergleichsweise um 19 Prozent reduziert.

Schon 2010 zeigte eine Studie übrigens, dass die Grippeimpfung in der Schwangerschaft nicht nur einen Nutzen für die werdenden Mütter selbst hat, sondern dass auch die Babys nach der Geburt noch für einige Monate gegen die Krankheit geschützt sind.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt für gesunde Schwangere die Impfung ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, obwohl die Impfung grundsätzlich in jedem Stadium der Schwangerschaft unbedenklich ist. Damit soll verhindert werden, dass die im ersten Schwangerschaftsdrittel häufiger auftretenden Spontanaborte fälschlicherweise mit der Impfung in Verbindung gebracht werden, so die STIKO.

Quellen: Deutsches Ärzteblatt / dgk

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