BKK24
|

BKK24 direkt

BKK24 Ratgeber Krankheiten: Masern

Masern gehören zusammen mit den Röteln zu den ansteckendsten Erkrankungen überhaupt und werden durch die so genannte "Tröpfcheninfektion" übertragen.

Husten, Niesen oder schon eine "feuchte Aussprache" können genügen, damit der Virus seine Reise von Mensch zu Mensch fortsetzt und schließlich über die Atemwege in den Körper eindringt. Dazu, so haben die Mediziner herausgefunden, braucht es nur einen kurzen Kontakt über eine Entfernung von fünf Metern!

Zweimal werden die Jungen und Mädchen kombiniert gegen Masern, Mumps und Röteln sowie oft auch gleichzeitig gegen Windpocken geimpft. Richtig dafür sind der 11. bis 14. Lebensmonat sowie ein Zeitpunkt etwas über vier Wochen dach für die Zweitimpfung.

Mögliche Nebenwirkungen sind: Leichtes Fieber etwa ein bis zwei Wochen nach der Impfung und ein vorübergehender nicht ansteckender Hautausschlag bei jedem zehnten Kind. Erscheinungen von Mumps oder Krämpfe kommen so selten vor, dass sie nicht als Grund für ein Auslassen dieser Dreifachimpfung gelten dürfen.

Ausschlag erst nach zehn Tagen

Da der mit Masern verbundene typische Ausschlag erst nach rund zehn Tagen sichtbar wird, kann der Betroffene sein Umfeld anstecken, lange bevor er die Symptome selbst bemerkt. Außer durch einen ausreichenden Impfschutz gibt es also kaum eine Chance, der Krankheit zu entkommen. Nachlässige Vorsorge führte deshalb erst vor wenigen Jahren zu einer der in Europa seit langem größten Masernepidemien Davon waren in Italien fast 25.000 Menschen betroffen waren - mehrer Kinder und Erwachsene sind an der Krankheit gestorben.

Ausschlag zuerst hinter den Ohren

Noch vor den typischen roten Flecken am Körper sind Abgeschlagenheit, Reizhusten, Fieber oder Kopfschmerzen erste Anzeichen, die auf eine Erkrankung an Masern hindeuten. Vor allem bei jüngeren Patienten werden Symptome häufig auch von Bauchschmerzen begleitet.

Erst etwa drei bis vier Tage nach dem ersten Unwohlsein tauchen hellrote Flecken hinter den Ohren auf, die sich schnell über den ganzen Körper ausbreiten. Dieser charakteristische und juckende Ausschlag geht einher mit noch schlimmerer körperlicher Erschöpfung, Husten und Kopfschmerzen. Außerdem müssen sich die Patienten mit heftigem Fieber herumschlagen, bei dem die Körpertemperatur durchaus 40 Grad erreichen kann. Auch wenn die Flecken nach einigen Tagen zu verblassen beginnen, bleibt die Ansteckungsgefahr bis zum völligen Abklingen des Ausschlags.

Masern kommen selten allein

  • Die Rötung beider Augen durch eine Bindehautentzündung ist eine häufige Begleiterscheinung bei Masern.
  • Besonders bei jungen Patienten ist die begleitende Mittelohrentzündung keine Seltenheit, die durch eine Bakterieninfektion ausgelöst wird.
  • Noch mehr gefürchtet wird die so genannte Masern-Enzephalitis (Hirnhautentzündung), die statistische gesehen nur einmal unter 1.000 Masernkranken auftritt und in ihrem Verlauf völlig unvorhersehbar ist.

Gegen Masern ist kein Kraut gewachsen

Wer sich die Masern erst mal eingefangen hat, muss vor allen Dingen ins Bett und dem Körper so viel als möglich Ruhe gönnen. Eine wirkliche Therapie gegen den üblen Virus gibt es nämlich nicht - abgesehen von dem bei Fiebererkrankungen üblichen Tipp, möglich reichlich Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Zwei bis drei Liter trinken!

Zwei bis drei Liter Tee oder verdünnte Fruchtsäfte am Tag sind das Minimum. Wem die Augen brennen, der sollte darüber hinaus den Raum abdunkeln, dabei aber trotzdem für ausreichend Frischluft sorgen.

Nicht gleich Antibiotika nehmen

Antibiotika wird der Arzt in den allermeisten Fällen erst dann verschreiben, wenn sich zu der eigentlichen Erkrankung noch eine Mittelohrentzündung oder eine bakterielle Bronchitis mit ihren schlimmen Hustenattacken hinzugesellen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Gegen Masern wird meist ein Kombiimpfstoff verabreicht, der zugleich gegen Mumps und Röteln schützt: