GesundesGärtnern

Tut gut, ist gut, schmeckt gut: Es gibt eine tolle Möglichkeit, sich mit vitamin- und nährstoffreichen Lebensmitteln zu versorgen: per Anbau im eigenen Garten oder auf dem Balkon. Gärtnern an der frischen Luft stärkt das Immunsystem und steigert das allgemeine Wohlbefinden. Das entspricht nicht nur der Erfahrung aller, die gerne in der Erde buddeln und eigenes Gemüse ziehen, sondern auch den Erkenntnissen der Gesundheitswissenschaft. Denn die Arbeit mit Schaufel und Spaten steigert erwiesenermaßen die eigene Fitness und führt durch den sichtbaren Arbeitserfolg zu mehr Zufriedenheit. Wer dabei außerdem auf den Einsatz von chemischer Hilfe verzichtet, produziert gesundes Obst, Gemüse und Kräuter für den eigenen Verzehr. So profitieren Sie also mehrfach, wenn Sie selbst Nutzpflanzen anbauen. 

Hier einige wichtige Tipps für alle, die in diesem Frühjahr starten wollen:

  • Nutzen Sie Samen und Jungpflanzen aus biologischem Anbau, um die Biodiversität zu fördern und Schadstoffe zu vermeiden.
  • Wählen Sie alte, samenfeste Sorten: Diese sind oft robuster und optimal an das hiesige Klima angepasst, wenn sie aus der Region stammen.
  • Verzichten Sie bei der Anzucht der Pflanzen Ihrer Gesundheit zuliebe auf chemische Dünge- und Schutzmittel.
  • Eine Mischkultur hält Pflanzen gesund: Wo unterschiedliche Pflanzen wachsen, haben Krankheiten und Schädlinge weniger Chancen.
  • Setzen Sie im Garten Gemüsearten nebeneinander, die gut harmonieren:
    1. Tomaten entwickeln neben Basilikum mehr Aroma.
    2. Kopfsalat ist ein idealer Partner für Zucker- und Markerbsen.
  • Zucchini wurzeln nur flach und nehmen das Hacken und Jäten ziemlich übel – eine Untersaat mit Kapuzinerkresse lockert derweil den Boden auf und hält ihn unkrautfrei.
  • Nutzen Sie hochwertige, möglichst torffreie Erde in Bio-Qualität. Preisgünstige Erde ist oft nicht strukturstabil und enthält manchmal unerwünschte Fremdkörper (zum Beispiel Glas, Kunststoffreste oder Schwermetalle). Um die Erde zu schonen, pflanzen Sie auch Küchengartenkräuter wie Tagetes und Kapuzinerkresse. Diese beugen Bodenmüdigkeit vor.

Zusätzliche Tipps für den Balkon:

  • Wählen Sie geeignete – also kompakt wachsende – Gemüsesorten aus, die sich für den Anbau in Töpfen, Kübeln und Blumenkästen eignen. Beispiele sind Radieschen und Karotten sowie Balkon-Paprika, -Auberginen, -Tomaten und -Zuckermelonen.
  • Je kleiner das Gefäß, desto häufiger müssen die Pflanzen gewässert werden – und desto kleiner bleiben sie.
  • Wählen Sie die Pflanzen nach der Lage Ihres Balkons aus. Einige Sorten mögen es lieber sonnig, andere eher schattig. Gemüse wie Auberginen, Gurken, Paprika, Tomaten, Salat und Zucchini lieben Sonne. Mangold, Möhren und Radieschen kommen auch mit halbschattigen Plätzen klar.

Gesunde Körperhaltung und genussvolles Gärtnern

  • Die richtige Haltung ist das A und O. Bei der Gartenarbeit, besonders in kniender Haltung oder beim Bücken, achten Sie immer auf einen geraden Rücken.
  • Beim Knien lieber ein Bein aufstellen und mit dem Unterarm auf den Oberschenkel stützen. So halten Sie sich gerade und entlasten den Rücken.
  • Große Gießkannen nur halb voll machen oder auf jede Seite eine nehmen, sodass sich das Gewicht gleichmäßig verteilt und Sie nicht schief laufen. Dabei Muskeln anspannen und die Arme nicht schlaff hängen lassen.
  • Hochbeete (mindestens auf Hüfthöhe) und hohe Pflanztische ermöglichen ein Arbeiten im Stehen. Auch bei der Bepflanzung von Blumenkästen, beim Reinigen von Geräten und beim Putzen von Gemüse sollten Sie für eine angenehme Arbeitshöhe sorgen.
  • In regelmäßigen Abständen die Tätigkeit und Haltung wechseln, um eine einseitige Belastung zu vermeiden.
  • Achten Sie auf Gartenhandschuhe in richtiger Größe, um Blasen und Schwielen zu vermeiden.
  • Ein Sonnenhut schützt Sie vor schädlicher UV-Strahlung und Hitze. Nutzen Sie Sonnencreme und setzen Sie sich trotz allem nicht zu lange direkter Sonnenstrahlung aus! 

Und das Wichtigste: Vergessen Sie nicht, die Tätigkeit an der frischen Luft ausreichend zu genießen! Lieber öfters kleine Etappen vornehmen und nicht versuchen, den ganzen Garten oder den Balkon an einem einzigen Nachmittag umzukrempeln. Machen Sie sich selbst keinen Stress! Arbeiten Sie ohne Eile und erfreuen Sie sich an den Pflanzen.