In der Berichterstattung rund um die Corona-Epidemie tauchte immer wieder ein Hoffnungsträger namens Vitamin D auf. Dass der körpereigene Stoff für die menschliche Gesundheit unabdingbar ist, ist seit über hundert Jahren erwiesen. Das Vitamin, das sich bei gesunden Menschen unter der Einwirkung von Sonnenlicht in ausreichender Menge direkt im Körper bildet, wird beispielsweise zur Stabilisierung der Knochen dringend gebraucht.
Nun mehren sich die Hinweise, dass ein gut gefüllter Vitamin-D-Speicher womöglich auch dem Immunsystem wichtigere Dienste leistet als bisher angenommen. Gesicherte Erkenntnisse gibt es darüber allerdings – noch – nicht.
Wissenschaftlich belegt ist immerhin die stimmungsaufhellende Wirkung von Sonnenstrahlen, welche bekanntlich die Vitamin-D-Produktion ankurbeln. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Washington University School of Medicine, St. Louis, USA, im Jahr 2006. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass ein Vitamin-D-Mangel an der Entstehung von Depressionen beteiligt sein kann. Allerdings heißt das im Umkehrschluss nicht, dass ein erhöhter Konsum des Vitamins Depressionen vorbeugt – auch dazu gibt es mittlerweile Studien.
Sonne satt
Ein echter Vitamin-D-Mangel sollte jedenfalls vermieden werden. Am allerwichtigsten ist in dieser Hinsicht Sonnenlicht. Fast 90 Prozent ihres täglichen Bedarfs können Menschen durch direkte Sonneneinstrahlung an der frischen Luft abdecken. 20 Minuten täglich bei entblößtem Gesicht, Dekolletee und Unterarmen – entsprechend länger, wenn Wetter und Temperatur Schal und lange Ärmel erfordern – gelten in Herbst, Winter und Frühjahr als erstrebenswerter Richtwert.
Erreicht nicht genug Sonne die Haut, produziert der Körper zu wenig Vitamin D. In Deutschland weisen laut einer Erhebung aus dem Jahr 2008 rund 82 Prozent der Männer und 91 Prozent der Frauen einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel auf. (Allerdings ist – wie so vieles in der Forschung zu Vitaminen und Mikronährstoffen – noch strittig, ob die vor langer Zeit festgelegten Grenzwerte überhaupt als Maß aller Dinge taugen.)
Zu viel ist auch nicht gut
Auf der anderen Seite weiß die Medizin sicher, dass ein Zuviel an Vitamin D für den Körper ebenso schädlich sein kann. Bei einer Überdosierung drohen beispielsweise Nierensteine und Organverkalkung. Vorsichtshalber in der dunklen Jahreszeit frei verkäufliche Vitamin-D-Pillen einzuwerfen, ist also keine Lösung. Das sollte höchstens nach Rücksprache mit dem Hausarzt oder der Hausärztin erfolgen. Wenn er oder sie einen echten Vitamin-D-Mangel vermutet, kann eine Blutuntersuchung Sicherheit bringen.
Mangel lecker entgegenwirken
Um die restlichen rund zehn Prozent unserer Vitamin-D-Versorgung können wir uns hingegen besonders geschmackvoll kümmern. Die nehmen wir nämlich übers Essen auf. Verschiedene Nahrungsmittel enthalten von Natur aus Vitamin D. Dies ist beispielsweise bei Hering der Fall, aber auch bei Pilzen, Eigelb und einigen Käsesorten. Im Gegensatz zu Pharmazieprodukten können wir dieses natürliche Vitamin D kaum überdosieren. Wer seinem Immunsystem auf Verdacht etwas Gutes tun will, probiert am besten eines der folgenden Rezepte aus. Selbst wenn sich letztlich herausstellen sollte, dass wissenschaftliche Evidenz den Vitamin-D-Boom nicht bestätigen kann, machen wir damit nichts verkehrt. Denn absolut sicher ist, dass es sich bei unseren Rezeptvorschlägen um vollwertige Gerichte handelt, die nicht nur besonders viel Vitamin D, sondern eine ganze Palette an weiteren gesundheitsfördernden Stoffen enthalten.
In Kombination mit einem ausgedehnten Verdauungsspaziergang im Sonnenlicht tun Sie Ihrem Körper so auf jeden Fall etwas Gutes!

Zutaten für 4 Personen
Zubereitung

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