AlternativeWeihnachtsrezepte

Brotsterz

Ursprünglich ging es beim Sterz um einen sehr einfachen Hirse- oder Maisbrei, den sich Hirten im Alpenraum auf dem offenen Feuer zubereiteten. Mit altbackenem Brot oder Brötchen als Grundlage eignet er sich ideal zur Resteverwertung, denn in diesem Pfannengericht kann so gut wie alles verschwinden. (Genauso funktioniert das Rezept mit überschüssigen Kartoffeln, Nudeln oder Reis als Grundlage – ist dann nur weniger „sterzig“.) Gemüsebeilagen aller Art finden hier ein würdiges Ende: buntes Ofengemüse genauso wie Möhren, Erbsen, Bohnen oder Kohl. Gibt es an dieser Front keine Reste, bringen frische Paprika und/oder gewürfelte Tomaten Geschmack und Vitamine in die Sache.

 

Zutaten (für 2 Personen)

250 g altbackenes Brot oder Brötchen

200 ml Gemüsebrühe

1 Zwiebel

300 g Gemüse (mehr oder weniger)

3 Eier

2 EL Olivenöl

Etwas Petersilie

Salz, Pfeffer

Evtl. Käsereste

 

Zubereitung

  • Brot oder Brötchen in Scheiben, dann in Würfel schneiden, in einer Schüssel mit der Gemüsebrühe übergießen und etwa eine halbe Stunde ziehen lassen.
  • Währenddessen Zwiebel fein hacken. Gemüse ggf. in mundgerechte Stücke schneiden.
  • Zwiebeln in Öl glasig dünsten.
  • Brotmasse dazugeben und unter ständigem Rühren anrösten.
  • Gemüse dazugeben.
  • Eier verquirlen, über die Masse geben und stocken lassen.
  • Sind Käsereste da, können sie direkt in die Pfanne gerieben werden.
  • Am Schluss mit Petersilie bestreuen, nach Geschmack salzen und pfeffern. 

Rotkohl-Feta-Auflauf

Was tut man mit der obligatorischen Beilage zum Festtagsbraten, wenn dieser verspeist ist? Die Lösung: eine Beförderung in die Hauptrolle. In einem Rotkohl-Auflauf lassen sich auch überschüssige Kartoffeln gut verwerten. Spätzle oder in Scheiben geschnittene Knödel eignen sich ebenso. Wer nach den Feiertagen eine Weile auf Fleisch- und Milchprodukte verzichten möchte, ersetzt den Fetakäse durch Räuchertofu: auch lecker.

 

Zutaten (für 2 Personen)

450 g gekochte Kartoffeln

1 Zwiebel, gehackt

250 g Rotkohl (mindestens)

100 ml Gemüsebrühe

1-2 EL Creme fraiche (nach Geschmack)

180 g Feta (oder Räuchertofu)

1 EL Olivenöl

 

Zubereitung

  • Kartoffeln in Scheiben schneiden und in eine Auflaufform schichten.
  • Zwiebel schälen, würfeln, in Öl auf kleiner Flamme glasig dünsten.
  • Rotkohl unterrühren, etwas schmoren, dann Gemüsebrühe und ggf. Creme fraiche unterrühren.
  • Rotkohl auf die Kartoffeln geben, Feta darüberbröckeln. (Tofu muss gewürfelt werden.)
  • Ca. 20 Minuten bei 180 °C (Umluft) im vorgeheizten Ofen backen.

Joghurt-Trifel

Dieses Rezept lässt sich ganz nach Geschmack abwandeln und auf hunderte Arten variieren. Es ist im Handumdrehen zubereitet, eignet sich prima zur Resteverwertung, erfüllt aber alle Ansprüche an eine „ordentliche“ Nachspeise und beeindruckt – hübsch angerichtet z.B. in große Weingläser geschichtet – sogar Gäste. Tipp: Ein Trifle lässt nicht nur überschüssige Weihnachtsplätzchen verschwinden, sondern auch missglückten Kuchen (ggf. Rest portionsweise einfrieren für den nächsten Trifle).

 

Zutaten (für 4 Personen)

250 g zerkrümelte Kekse (mehr oder weniger, was halt übrig ist)

350 g Früchte (z.B. Beeren, Pflaumen, Pfirsiche, … - frisch, TK oder gut abgetropft aus dem Glas; Achtung: frische Ananas und Kiwis eignen sich nicht)

1000 g Naturjoghurt, 3,5 % Fett (oder andere Sorten nach Geschmack)

3 EL Ahornsirup (oder Agavendicksaft, Honig, Karamellsirup,… – und nur, wenn der Joghurt nicht schon gesüßt ist)

Zubereitung:

  • Kekse grob zerkrümeln.
  • Kekskrümel auf den Boden einer großen Glasschüssel streuen. Eine Handvoll zurückbehalten.
  • Obst darüber schichten. (TK-Ware muss nicht vorher aufgetaut werden, braucht dann aber natürlich mehr Zeit zum Durchziehen.)
  • Joghurt mit Sirup verrühren und ebenfalls in die Schüssel schichten.
  • Mit übrigen Kekskrümeln und vielleicht noch etwas Kakaopulver garnieren.
  • Am besten schmeckt der Trifle, wenn er über Nacht im Kühlschrank durchziehen darf. Wer gleich drauf los löffeln möchte, sollte darauf achten, dass die Kekskrümel nicht zu hart oder zäh und die Früchte ggf. aufgetaut sind.

Croissant-Ofenpudding

Bleiben beim Feiertagsfrühstück Croissants übrig, ist das ärgerlich: Die zartschmelzenden Wolken aus Butter und Weißmehl sind frisch ein Gedicht – altbacken jedoch kippt das Preis-Leistungs-Verhältnis aus Kalorien und Genuss schnell. Dieses Rezept verwandelt trockene Croissants in einen saftigen Nachtisch, der auch zum nachweihnachtlichen Kaffee passt. Geschmacklich liegt die Angelegenheit in etwa zwischen Armen Rittern und einer Puddingschnecke, die frisch aus dem Ofen kommt.

 

Zutaten pro Croissant:

1 Ei

120 ml Milch

1 TL brauner Zucker

1 Handvoll gehackte Schokolade (z.B. vom Schokoladen-Weihnachtsmann)

1 Schuss Amaretto oder anderer Likör, wenn gewünscht und nach Geschmack

Sahne oder Eiscreme zum Servieren

 

Zubereitung

  • Croissants in mundgerechte Stücke zerpflücken und in eine passende Auflaufform schichten.
  • Ei mit Milch, Zucker und ggf. Likör verschlagen und über die Croissants geben.
  • Durchziehen lassen, bis möglichst alle Flüssigkeit aufgesogen ist.
  • Mit Schokolade bestreuen.
  • Ca. 20 Minuten bei 180 °C (Umluft) backen.
  • Warm mit geschlagener Sahne oder Vanilleeis servieren.