Ursprünglich ging es beim Sterz um einen sehr einfachen Hirse- oder Maisbrei, den sich Hirten im Alpenraum auf dem offenen Feuer zubereiteten. Mit altbackenem Brot oder Brötchen als Grundlage eignet er sich ideal zur Resteverwertung, denn in diesem Pfannengericht kann so gut wie alles verschwinden. (Genauso funktioniert das Rezept mit überschüssigen Kartoffeln, Nudeln oder Reis als Grundlage – ist dann nur weniger „sterzig“.) Gemüsebeilagen aller Art finden hier ein würdiges Ende: buntes Ofengemüse genauso wie Möhren, Erbsen, Bohnen oder Kohl. Gibt es an dieser Front keine Reste, bringen frische Paprika und/oder gewürfelte Tomaten Geschmack und Vitamine in die Sache.
Zutaten (für 2 Personen)
250 g altbackenes Brot oder Brötchen
200 ml Gemüsebrühe
1 Zwiebel
300 g Gemüse (mehr oder weniger)
3 Eier
2 EL Olivenöl
Etwas Petersilie
Salz, Pfeffer
Evtl. Käsereste
Zubereitung
Was tut man mit der obligatorischen Beilage zum Festtagsbraten, wenn dieser verspeist ist? Die Lösung: eine Beförderung in die Hauptrolle. In einem Rotkohl-Auflauf lassen sich auch überschüssige Kartoffeln gut verwerten. Spätzle oder in Scheiben geschnittene Knödel eignen sich ebenso. Wer nach den Feiertagen eine Weile auf Fleisch- und Milchprodukte verzichten möchte, ersetzt den Fetakäse durch Räuchertofu: auch lecker.
Zutaten (für 2 Personen)
450 g gekochte Kartoffeln
1 Zwiebel, gehackt
250 g Rotkohl (mindestens)
100 ml Gemüsebrühe
1-2 EL Creme fraiche (nach Geschmack)
180 g Feta (oder Räuchertofu)
1 EL Olivenöl
Zubereitung
Dieses Rezept lässt sich ganz nach Geschmack abwandeln und auf hunderte Arten variieren. Es ist im Handumdrehen zubereitet, eignet sich prima zur Resteverwertung, erfüllt aber alle Ansprüche an eine „ordentliche“ Nachspeise und beeindruckt – hübsch angerichtet z.B. in große Weingläser geschichtet – sogar Gäste. Tipp: Ein Trifle lässt nicht nur überschüssige Weihnachtsplätzchen verschwinden, sondern auch missglückten Kuchen (ggf. Rest portionsweise einfrieren für den nächsten Trifle).
Zutaten (für 4 Personen)
250 g zerkrümelte Kekse (mehr oder weniger, was halt übrig ist)
350 g Früchte (z.B. Beeren, Pflaumen, Pfirsiche, … - frisch, TK oder gut abgetropft aus dem Glas; Achtung: frische Ananas und Kiwis eignen sich nicht)
1000 g Naturjoghurt, 3,5 % Fett (oder andere Sorten nach Geschmack)
3 EL Ahornsirup (oder Agavendicksaft, Honig, Karamellsirup,… – und nur, wenn der Joghurt nicht schon gesüßt ist)
Zubereitung:
Bleiben beim Feiertagsfrühstück Croissants übrig, ist das ärgerlich: Die zartschmelzenden Wolken aus Butter und Weißmehl sind frisch ein Gedicht – altbacken jedoch kippt das Preis-Leistungs-Verhältnis aus Kalorien und Genuss schnell. Dieses Rezept verwandelt trockene Croissants in einen saftigen Nachtisch, der auch zum nachweihnachtlichen Kaffee passt. Geschmacklich liegt die Angelegenheit in etwa zwischen Armen Rittern und einer Puddingschnecke, die frisch aus dem Ofen kommt.
Zutaten pro Croissant:
1 Ei
120 ml Milch
1 TL brauner Zucker
1 Handvoll gehackte Schokolade (z.B. vom Schokoladen-Weihnachtsmann)
1 Schuss Amaretto oder anderer Likör, wenn gewünscht und nach Geschmack
Sahne oder Eiscreme zum Servieren
Zubereitung