Dry JanuaryEinen Monat lang keinen Alkohol

Bist du auch schon „trocken“? Der „Dry January“ ist ein Trend, der aus England kommt und bei dem auch hierzulande jedes Jahr mehr Leute mitmachen. 

Was bringt das? Darum solltest du mitmachen!

Alkohol gehört für viele ganz selbstverständlich zum Alltag: das Glas Wein am Abend, das Feierabendbier mit Kolleg*innen. Gerade Gewohnheiten, die „nebenbei“ laufen, sind schwer zu durchbrechen. Ein alkoholfreier Monat unterbricht diese Automatismen. Studien zeigen, dass Teilnehmende doppelt profitieren. Kurzfristig erleben sie besseren Schlaf, mehr Energie, oft rollen auch die Kilos. Viele von ihnen trinken aber auch langfristig weniger und leben damit gesünder, weil sich der Blick auf den eigenen Konsum verändert.

Wieso funktioniert das?

Neuropsychologisch betrachtet schärft eine Phase ohne Alkohol die Balance zwischen dem „zielgerichteten“ und dem „gewohnheitsbasierten“ Verhalten. (Hierzu forscht Prof. Dr. Miriam Sebold – hör dir unsere Expertin im „einfach gesund!“-Podcast an!) Wer merkt: „Ich brauche den Drink gar nicht, um zu entspannen“, gewinnt Handlungsspielraum zurück.

  • Klare Entscheidung treffen. Starte bewusst in deinen Dry January – etwa mit einem motivierenden Post-It am Kühlschrank oder indem du Freund*innen davon erzählst. So wird aus einem vagen Vorsatz eine feste Absicht.
  • Neue Rituale ausprobieren. Statt Wein am Abend vielleicht eine besondere Teemischung, ein alkoholfreier Cocktail oder ein Spaziergang. Wichtig ist, die gewohnte „Belohnung“ nicht einfach wegfallen zu lassen, sondern durch etwas anderes – Gesundes! - zu ersetzen.
  • Auslöser erkennen. Wann ist Alkohol bisher fest verknüpft – beim Kochen, beim Treffen mit Freund*innen, beim Stressabbau? Wer diese Situationen kennt, kann gezielt Alternativen planen.
  • Mit Rückschlägen umgehen. Perfektionismus darf kein Hinderungsgrund sein und eine schwache Minute kein vorschnelles Aus. Einen Abend die guten Vorsätze „vergessen“? Das macht deinen „Dry January“ nicht wertlos. Dranbleiben! Weniger trinken ist schon viel gesünder als gar nicht mitmachen.
  • Erfolge feiern. Mach dir sichtbare Fortschritte – mehr Klarheit am Morgen, gespartes Geld – bewusst. Das motiviert, die Veränderung auch nach dem 31. Januar beizubehalten.

Ein alkoholfreier Monat ist keine „Diät für den Kopf“, die nach 31 Tagen endet. Vielmehr kann er ein Experiment sein, das zeigt, wie es sich ohne Alkohol lebt – und wie viel leichter man sich fühlt, wenn ein Automatismus bewusst unterbrochen wird. Überleg dir, was du danach mit in deinen Alltag nehmen willst: weniger oft trinken, bewusstere Entscheidungen treffen, neue Abendrituale finden?

Damit fügt sich der Dry January nahtlos in das größere Thema gesunde Gewohnheiten ein: Es geht nicht um Verzicht um des Verzichts willen, sondern um das Erleben, dass kleine Veränderungen Großes bewirken können – nachhaltig, alltagstauglich und mit einem spürbaren Gewinn an Lebensqualität.


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Gesunde Gewohnheiten

Tipps und Tricks für eine wirklich dauerhafte, erfolgreiche Etablierung einer gesunden Gewohnheit. Von Expertin und Gewohnheitsforscherin Prof. Dr. Miriam Sebold.