Heilpflanzen und Heilkräuter

Heilpflanzen und ihre Wirkung

Traditionell werden Heilpflanzen zur Linderung von Krankheiten innerlich oder äußerlich angewendet und können bei Gesundheitsproblemen helfen. Wir stellen Ihnen sieben ausgewählte Arten vor.


Augentrost, Euphrasia officinalis

  • Traditionell bei Augenbeschwerden.
  • Tee aus Kraut für Waschungen, Umschläge und Augenbäder, vor allem bei Augenlidentzündung, Gerstenkorn. Überanstrengung durch Bildschirmarbeit.
  • Tee dient als Magenmittel.
  • Antientzündlich, adstringierend (zusammenziehend) und antibakteriell durch Iridoidglykoside, Flavonoide und Gerbstoffe.

Brennnessel, Urtica dioica

  • Das Brennen kommt von der enthaltenen Ameisensäure, Histamin wird dabei auch übertragen.
  • Antientzündliche Wirkung der Pflanze, Blätter haben leicht harntreibende Effekte, sie kann gegen beginnende Blasenentzündung eingesetzt werden, die Wurzeln helfen beim Wasserlassen bei vergrößerter Prostata.

Nicht anwenden: Bei Wasseransammlungen im Körper durch eingeschränkte Herz- oder Nierenfunktion.

Johanniskraut, Hypericum perforatum

  • stimmungsaufhellend in hohen Dosierungen (Tabletten).
  • Öl äußerlich traditionell leicht entzündungshemmend, bei Verstauchungen, Prellungen und leichten Verbrennungen; als Massageöl gegen leichte Muskelschmerzen.
  • Nicht anwenden: Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche, bei Einnahme der Antibabypille, von Blutverdünnern (z. B. Phenprocoumon), Krebsmitteln, Medikamenten gegen Herz-Kreislauf-Krankheiten, anderen Antidepressiva und Arzneimitteln gegen HIV/AIDS.
  • Mögliche Nebenwirkungen: Haut wird lichtempfindlicher (Sonnenbrand!), Magen-Darm-Beschwerden, allergische Hautreaktionen und Müdigkeit.

Hafer,  Avena sativa

  • Tee aus grünem Haferkraut traditionell bei nervöser Erschöpfung, Schlaflosigkeit und Nervenschwäche, Harnsäure senkend und entwässernd.
  • Nicht anwenden: Schwangere, Stillende und Kinder.
  • Schwangere und Kinder sollten auf den Genuss von purem Hafertee verzichten.

Frauenmantel, Alchemilla vulgaris

  • stillt kleine Blutungen, lindert Juckreiz.
  • Frauenmanteltee traditionell gegen Menstruationsstörungen und Wechseljahresbeschwerden.
  • Nicht anwenden: bei Magenbeschwerden durch Gerbstoffe.
  • Nicht direkt zusammen mit anderen Arzneimitteln einnehmen, deren Aufnahme wird gestört.

Gänseblümchen, Bellis perennis

  • traditionell regt Tee aus den Blättern des Gänseblümchens den Appetit an, soll verdauungsfördernd, krampflindernd und entwässernd wirken.

Ringelblumen, Calendula officinalis

  • Salbe gegen kleine Wunden und Entzündungen der Haut.
  • Nicht anwenden: bei empfindlicher Haut oder Korbblütler-Allergie.