Zwei Frauen sitzen auf dem Sofa und rauchen eine Shisha

Wie gefährlich ist Shisha rauchen?

„Ich rauche gar nicht richtig – ist doch nur Shisha.“ Immer wieder hört man von Jugendlichen, sie würden gar nicht richtig rauchen, es wäre doch nur Shisha. Sie täuschen aber sich und andere, denn Shischas sind Wasserpfeifen, mit denen man auch Tabak raucht.

Shishas heißen im englischsprachigen Raum Hookahs und verbrennen Tabak unter einem kleinen Stückchen Holzkohle. Der entstandene Rauch wird dann über ein Rohr in ein wassergefülltes Gefäß gesaugt und – auf diese Weise gekühlt – über einen Schlauch aus dem Gefäß inhaliert.

Verdünnt oder gefiltert wird der Rauch nicht. Deshalb wird durch die Verbrennung entstandener Teer und auch das Nikotin aus dem Tabak wie bei einer normalen Pfeife in die Lunge aufgenommen. Durch die niedrigere Temperatur des Rauchs kann er tiefer eingeatmet werden und füllt ein größeres Lungenvolumen als beim Zigarettenrauchen. Der Rauch wird dadurch als leichter empfunden. Wie bei Mentholzigaretten sorgen verschiedene Geschmacksrichtungen beim Shisha-Tabak für die eigene Täuschung: Der Rauch schmeckt frisch und aromatisch – und das kann doch nicht ungesund sein. In Shisha-Bars werden Wasserpfeifen gemeinsam geraucht, diese Runden dauern ungefähr eine Stunde. Die Schadstoffe, die bei einer Sitzung aufgenommen werden, entsprechen denen von ungefähr 10 Zigaretten, es kann also keine Rede davon sein, dass Shisha-Raucher keine Raucher wären. Shishas sind sogar oft der Einstieg zum Zigarettenrauchen, da Nikotin eine starke abhängigkeitserzeugende Wirkung hat und eine Shisha nicht immer zur Verfügung steht.

Shisha-Rauchen ist unabhängig von der Inhalationstiefe und der langen Rauchdauer absolut sogar mit mehr Schadstoffen belastet als Zigarettenrauchen: Die Kohlenmonoxidaufnahme bei einer Shisha-Sitzung kann zu akuten Vergiftungen führen. Hierfür ist nicht nur das aktiv beim Rauchen aufgenommene Kohlenmonoxid aus der Holzkohle verantwortlich, sondern auch der passiv eingeatmete Rauch der anderen Barbesucher. Diese Vergiftungen haben schon zigfach für Rettungseinsätze in Druckkammern gesorgt. In Hamburg wurde deswegen im Februar 2019 beschlossen, verschärfte Auflagen für Shisha-Bars einzuführen. Bis dahin müssen Shisha-Raucher selbst darauf achten, dass die Räume, in denen sie rauchen, gut gelüftet sind und Kohlenmonoxid-Warner haben. Es ist also an der Zeit, vor einem unkritischen Umgang mit Shishas zu warnen, wenn man „Länger besser leben.“ möchte.


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